So, die erste Euphorie hat erst mal einen kleinen Dämpfer erhalten und das ausgerechnet beim Laufen....ein kleiner 10er mit der Trainigsgruppe von Hannes Hawaii stand auf dem Programm, heute morgen um 9Uhr, wer denkt sich da schon Böses? Ist ja noch Morgen, weeeeit entfernt von der Nachmittagshitze....
....weit gefehlt. Wir werden auf dem Queen Highway abgesetzt, und schon beim Aussteigen aus dem Bus läuft einem der Schweiß in Strömen den Rücken hinunter....wassersuchende Blicke auf allen Gesichtern! Zum Glück gibts noch was und dann stellen wir uns alle an eine imaginäre Startlinie....ähm, sind wir nicht irgendwie alle in der Taper-Woche?? Es passiert, was passieren mußte: ein kleines Trainingsrennen! ;-) Wer kann sich dem schon entziehen? Die vorne weg im deutlich unter 5er Schnitt, wir im 5er Schnitt hinterher...die Sonne knallt, die monotone Straße verliert sich irgendwo am Horizont, der Schritt wird viel zu schnell schwer....und ein erster Anflug von Panik stellt sich ein: wie soll ich DAS schaffen am Samstag?
"Nicht denken, sondern laufen!" Das ist meine Devise....und deshalb höre ich ganz schnell wieder auf, über wenns und abers nachzudenken!!
Statt dessen gehe ich nachmittags nochmal im Meer schwimmen, diesmal ist es seeehr bewegt, bei jedem zweiten Atemzug schlucke ich Salzwasser, die Bojen verschwinden immer wieder, langsam pflüge ich mich durch die Wellen ....man kommt sich da plötzlich sehr klein vor im großen weiten Meer!
Die Mühen des Trainingstages wurden aber doch noch belohnt: springende Delphine und Schildkröten am Strand habe ich gesehen und zum Abendessen gab es leckeren Fisch im Hafen! Es ist sooooooo schön hier auf der Insel....
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Montag, 8. Oktober 2012
angekommen im Paradies
Nach 16 Stunden Flug mit einem sehr hektischen Umsteigen in San Francisco, bin ich endlich angekommen auf Hawaii, mitten im Meer, 4000km Wasser um uns herum und nach Japan fast genauso weit wie nach San Francisco...und genau so fühlt sich das an: man betritt nachts um 21Uhr hawaiianischen Boden - die Wärme, es ist immer noch deutlich über 20°- umfängt einen, es ist leicht schwül, der Wind rauscht in den Palmen und wir bekommen tatsächlich eine Blumenkette um den Hals gehängt und gleich dazu was zu essen, zu trinken und frische Ananas - sehr schöner Empfang! Was sofort auffällt: wie dunkel es hier ist, keine störenden Lichtquellen, außer vielleicht einer Forschungsstation in der Antarktis, aber die stört nicht....;-)
Die erste Nacht ist wie erwartet sehr unruhig und kurz, dafür gehe ich gleich am Morgen schwimmen im Pazifik....mit Hunderten anderen Triathleten, wie an einer Perlenschnur sind wir im Wasser aufgereiht.....und es ist KLASSE! Kristallklares, blaues Wasser, bunte Fische unter mir, nur leichte Wellen.....gaaaaanz weit bin ich rausgeschwommen, Paddler weisen den Weg, wenn man abdriftet, die Bojen sind im Wellengang nicht immer leicht zu erkennen. Das Schwimmen klappt auch ohne Neo richtig gut, nicht so schnell, aber okay...man muß nur aufpassen, nicht zu viel Salzwasser zu schlucken, damit habe ich meine erste Sorge schon mal abgelegt!
Nachmittags dann noch eine lockere Radtour zum Einrollen auf der Strecke...wie soll ich sagen? So,wie man es aus dem Fernsehen kennt: breite Straße durch schwarze Lavafelder, helle Grasbüschel zu beiden Seiten, rechts die hohen Berge im Dunstschleier, links das blaue Meer...und nicht zu vergessen: der WIND! Von mir sehr gefürchtet, war er heute einigermaßen friedlich, die neuen, ausgeliehenen Laufräder bewähren sich, ich kann trotz heftiger Seitenböen den Lenker in der Aeroposition halten...zum Glück. Aber vielleicht ist vormittags ja alles anders? Ich bin auf jeden Fall gut und flott über die sehr wellige Strecke gekommen! 60km waren es dann. Auf der Rückfahrt fährt man direkt am Meer entlang, auf dem Alii Drive, ein Träumchen....die Abendsonne, das Meeresrauschen, die vielen entspannt-angespannten Triathleten...sieht so aus,als hätten wir Kailua-Kona fest im Griff!
Es ist schon heiß, man trinkt unglaublich viel, aber doch nicht soooo schlimm wie gedacht..oder bekomme ich das erst auf der Laufstrecke zu spüren, wenn der Fahrtwind wegfällt??
Morgen gehts mit einer Gruppe von Hannes Hawaii Tours 10km auf die Laufstrecke....und dann gehts mir viiiiel besser, weil ich dann alle Strecken etwas be"schnuppert" habe....
Jetzt noch 2-3 Stunden durchhhalten und dann endlich schlafen!! Gute Nacht oder lieber Guten Morgen??
Die erste Nacht ist wie erwartet sehr unruhig und kurz, dafür gehe ich gleich am Morgen schwimmen im Pazifik....mit Hunderten anderen Triathleten, wie an einer Perlenschnur sind wir im Wasser aufgereiht.....und es ist KLASSE! Kristallklares, blaues Wasser, bunte Fische unter mir, nur leichte Wellen.....gaaaaanz weit bin ich rausgeschwommen, Paddler weisen den Weg, wenn man abdriftet, die Bojen sind im Wellengang nicht immer leicht zu erkennen. Das Schwimmen klappt auch ohne Neo richtig gut, nicht so schnell, aber okay...man muß nur aufpassen, nicht zu viel Salzwasser zu schlucken, damit habe ich meine erste Sorge schon mal abgelegt!
Nachmittags dann noch eine lockere Radtour zum Einrollen auf der Strecke...wie soll ich sagen? So,wie man es aus dem Fernsehen kennt: breite Straße durch schwarze Lavafelder, helle Grasbüschel zu beiden Seiten, rechts die hohen Berge im Dunstschleier, links das blaue Meer...und nicht zu vergessen: der WIND! Von mir sehr gefürchtet, war er heute einigermaßen friedlich, die neuen, ausgeliehenen Laufräder bewähren sich, ich kann trotz heftiger Seitenböen den Lenker in der Aeroposition halten...zum Glück. Aber vielleicht ist vormittags ja alles anders? Ich bin auf jeden Fall gut und flott über die sehr wellige Strecke gekommen! 60km waren es dann. Auf der Rückfahrt fährt man direkt am Meer entlang, auf dem Alii Drive, ein Träumchen....die Abendsonne, das Meeresrauschen, die vielen entspannt-angespannten Triathleten...sieht so aus,als hätten wir Kailua-Kona fest im Griff!
Es ist schon heiß, man trinkt unglaublich viel, aber doch nicht soooo schlimm wie gedacht..oder bekomme ich das erst auf der Laufstrecke zu spüren, wenn der Fahrtwind wegfällt??
Morgen gehts mit einer Gruppe von Hannes Hawaii Tours 10km auf die Laufstrecke....und dann gehts mir viiiiel besser, weil ich dann alle Strecken etwas be"schnuppert" habe....
Jetzt noch 2-3 Stunden durchhhalten und dann endlich schlafen!! Gute Nacht oder lieber Guten Morgen??
Samstag, 6. Oktober 2012
genug gejammert - es geht los!!
Die letzte intensive Trainingswoche liegt hinter mir und obwohl ich am Schluß beißen mußte wie auf den letzten Metern eines langen Wettkampfs, war das Ankommen ein richtig gutes Gefühl: geschafft!! Und von da an gings mit der Stimmung wieder bergauf......weils tiefer ja nicht mehr ging!
Die Woche in Zahlen:
Montag: Pausentag (Interview mit der RNZ, ich bekomme einen kleinen Artikel!)
Dienstag: 13,7km lockerer Waldlauf, 3,5km schwimmen mit 100/200er Intervallen
Mittwoch: Bahn 19,4km mit 6x2000m in ca. 4:30, 3,3km GA1 schwimmen
Donnerstag: 35km langer Lauf
Freitag:47km Radeln, meine Lieblingsrunde über den Darsberg, 3,5 km
GA1 schwimmen
Samstag: Koppeltraining: 86km sehr bergig im Odenwald, 5km in 4:47
Sonntag: 186km ganz flach nach KA - superschön am Rhein entlang!
Nun kann er kommen, der große Tag - ich muß jetzt nur noch erholen, packen und hinfliegen.....ALOHA.....das nächste Mal von mir aus Hawaii!
:-.)))))))
Die Woche in Zahlen:
Montag: Pausentag (Interview mit der RNZ, ich bekomme einen kleinen Artikel!)
Dienstag: 13,7km lockerer Waldlauf, 3,5km schwimmen mit 100/200er Intervallen
Mittwoch: Bahn 19,4km mit 6x2000m in ca. 4:30, 3,3km GA1 schwimmen
Donnerstag: 35km langer Lauf
Freitag:47km Radeln, meine Lieblingsrunde über den Darsberg, 3,5 km
GA1 schwimmen
Samstag: Koppeltraining: 86km sehr bergig im Odenwald, 5km in 4:47
Sonntag: 186km ganz flach nach KA - superschön am Rhein entlang!
Nun kann er kommen, der große Tag - ich muß jetzt nur noch erholen, packen und hinfliegen.....ALOHA.....das nächste Mal von mir aus Hawaii!
:-.)))))))
Dienstag, 25. September 2012
Motivation
„Wenn ich an den Start gehe, fühle ich, dass ich es geschafft habe – all die harte Arbeit und das anstrengende Training sind vorbei. Der Wettkampf ist der vergnügliche Teil des Ganzen.“
Dieses Zitat hat mir eine Freundin als Aufmunterung geschickt, um die langen und anstrengenden Einheiten durchzustehen und ich finde, das paßt: ein ironman wird nicht zwischen der Start- und Ziellinie eines Rennens gemacht, unter Applaus und Jubel, sondern in der langen Zeit davor, alleine auf dem Rad nach 150km im vollen Wind auf dem Rheindamm bei Ketsch, oder bei km 25 von 32 bei meinem langen Lauf an einem schönen warmen Sonntag, wenn man jetzt doch eigentlich ganz gemütlich frühstücken könnte, oder -für mich fast am schlimmsten - ins mir immer zu kalte Wasser zu springen und genau zu wissen: 3,5km liegen vor Dir...
Ich wünsche mir eigentlich nur, dass all die Disziplin und Willenshärte, die ich jetzt nochmal aufgebracht habe, mir irgendwo auf der Strecke in Hawaii helfen werden, wenn ein kleines Stimmchen in meinem Kopf mir beginnt zuzuflüstern, dass es eigentlich gar keine Lust mehr hat!! ;-)
Genug philosophiert, hier die Zahlen: die letzte Woche war lang, aber ruhig: 10km schwimmen, 72km laufen und 300km Rad.
Kann sich sehen lassen, oder?
Nur noch eine Woche, dann gehts endlich ans Tapern, Packen und Reisen! Yippiehyeah!
Dieses Zitat hat mir eine Freundin als Aufmunterung geschickt, um die langen und anstrengenden Einheiten durchzustehen und ich finde, das paßt: ein ironman wird nicht zwischen der Start- und Ziellinie eines Rennens gemacht, unter Applaus und Jubel, sondern in der langen Zeit davor, alleine auf dem Rad nach 150km im vollen Wind auf dem Rheindamm bei Ketsch, oder bei km 25 von 32 bei meinem langen Lauf an einem schönen warmen Sonntag, wenn man jetzt doch eigentlich ganz gemütlich frühstücken könnte, oder -für mich fast am schlimmsten - ins mir immer zu kalte Wasser zu springen und genau zu wissen: 3,5km liegen vor Dir...
Ich wünsche mir eigentlich nur, dass all die Disziplin und Willenshärte, die ich jetzt nochmal aufgebracht habe, mir irgendwo auf der Strecke in Hawaii helfen werden, wenn ein kleines Stimmchen in meinem Kopf mir beginnt zuzuflüstern, dass es eigentlich gar keine Lust mehr hat!! ;-)
Genug philosophiert, hier die Zahlen: die letzte Woche war lang, aber ruhig: 10km schwimmen, 72km laufen und 300km Rad.
Kann sich sehen lassen, oder?
Nur noch eine Woche, dann gehts endlich ans Tapern, Packen und Reisen! Yippiehyeah!
Montag, 17. September 2012
Gewitterwolken und Sonnenschein
Das mag mir wohl keiner so recht glauben, aber so langsam geht mir etwas die Puste aus, nach fast einem Jahr pausenlos Training, einigen Wettkämpfen und nur einigen ganz wenigen Tagen RUHE....ausgerechnet jetzt! Eigentlich sollte ich bei diesem schönen Wetter wohl hochmotiviert durch die Gegend schwimmen, radeln und laufen, aber irgendwie wirds langsam echt hart. Vor allem für den Kopf, die Beine machen unter Zwang schon noch, was ich von ihnen will....Naja, drei Wochen habe ich noch, heute kam die neue Triathlon Zeitschrift, und seinen Namen unter den deutschen Startern gedruckt zu sehen, läßt einem das Herz schon höher schlagen...nicht gerade vor Zuversicht, aber doch vor Aufregung!! ;-)
Die letzte Woche war wieder lang und hart, mit 9,7km schwimmen, 300km Radfahren und 74km Laufen. Am Dienstag bin ich bei aufkommenden Gewitter 5 x 3000m Intervalle im Neuenheimer Feld gelaufen. Da wird man von ganz alleine schnell, wenn es hinter einem bedrohlich blitzt und donnert, der Wind bläst und der Regenguss einen schließlich mit aller Macht einholt! Der Rest der Woche verlief wetter-friedlich, wenngleich ich immer wieder zu warm angezogen war, den 31km Lauf habe ich gut überstanden, ebenso eine monsterlage Radtour am Sonntag mit 168km, die ich nur überlebt habe, weil ich unterwegs eine Tankstelle leergekauft habe - was so ein ernährungstechnisch völlig wertloser Schokoladenriegel doch gut tun kann!
Alleine radeln ist echt doof, mag nicht jemand die nächsten beiden Wochenenden mitkommen, wenigstens für ein Teilstück? Freiwillige vor! :-)
Na dann, mal auf in eine Entlastungswoche, von den Lauftrainern nach längerer Diskussion verordnet, freue mich auf lange, aber RUHIGE Einheiten....
Die letzte Woche war wieder lang und hart, mit 9,7km schwimmen, 300km Radfahren und 74km Laufen. Am Dienstag bin ich bei aufkommenden Gewitter 5 x 3000m Intervalle im Neuenheimer Feld gelaufen. Da wird man von ganz alleine schnell, wenn es hinter einem bedrohlich blitzt und donnert, der Wind bläst und der Regenguss einen schließlich mit aller Macht einholt! Der Rest der Woche verlief wetter-friedlich, wenngleich ich immer wieder zu warm angezogen war, den 31km Lauf habe ich gut überstanden, ebenso eine monsterlage Radtour am Sonntag mit 168km, die ich nur überlebt habe, weil ich unterwegs eine Tankstelle leergekauft habe - was so ein ernährungstechnisch völlig wertloser Schokoladenriegel doch gut tun kann!
Alleine radeln ist echt doof, mag nicht jemand die nächsten beiden Wochenenden mitkommen, wenigstens für ein Teilstück? Freiwillige vor! :-)
Na dann, mal auf in eine Entlastungswoche, von den Lauftrainern nach längerer Diskussion verordnet, freue mich auf lange, aber RUHIGE Einheiten....
Montag, 10. September 2012
Beine hoch!
Der Urlaub ist rum und mir bleiben bis zum Abflug am 7.10. noch genau fünf Wochen, die letzten 10 Tage werden für das Tapern draufgehen, also müssen in den ersten beiden Septemberwochen viele km gesammelt werden, um dann nochmal zwei Wochen lang Tempo zu machen....so der Plan.
Gesagt, getan! Es ist Sonntag abend, die erste anstrengende Woche ist rum! 11km Schwimmen, 240km Rad und 42km (war eigentlich nicht genug, hatte aber nicht mehr Zeit) laufen und als krönender Abschluß eine Sprintdistanz am Sonntag beim Heidelberger Mannschaftstriathlon. 400m Schwimmen - 18km Rad - 4km Laufen, bei strahlendem Sonnenschein und viel Laune, entspannter Stimmung...hier fragt man sich nicht gegenseitig: "und? was hast Du dieses Jahr an Rennen gemacht?", sondern ganz schlicht: "und? machst Du Triathlon?" Das hat mir gefallen, nach dem ganzen Geprotze bei den Ironman-Rennen....
Zur fünftschnellsten Gesamt-Damen Zeit hats auch gelangt, bei den reinen Damen-Staffeln sogar zur schnellsten!!! Die Unterteilung finde ich sehr sinnvoll, weil es in in den Damen-Staffeln ja keine schnellen Radler-Männer gibt, in deren Windschatten man sich hängen könnte...;-)
Fazit: ein ehrliches Arbeitsergebnis in 59:48min - und morgen gehts weiter!
Gesagt, getan! Es ist Sonntag abend, die erste anstrengende Woche ist rum! 11km Schwimmen, 240km Rad und 42km (war eigentlich nicht genug, hatte aber nicht mehr Zeit) laufen und als krönender Abschluß eine Sprintdistanz am Sonntag beim Heidelberger Mannschaftstriathlon. 400m Schwimmen - 18km Rad - 4km Laufen, bei strahlendem Sonnenschein und viel Laune, entspannter Stimmung...hier fragt man sich nicht gegenseitig: "und? was hast Du dieses Jahr an Rennen gemacht?", sondern ganz schlicht: "und? machst Du Triathlon?" Das hat mir gefallen, nach dem ganzen Geprotze bei den Ironman-Rennen....
Zur fünftschnellsten Gesamt-Damen Zeit hats auch gelangt, bei den reinen Damen-Staffeln sogar zur schnellsten!!! Die Unterteilung finde ich sehr sinnvoll, weil es in in den Damen-Staffeln ja keine schnellen Radler-Männer gibt, in deren Windschatten man sich hängen könnte...;-)
Fazit: ein ehrliches Arbeitsergebnis in 59:48min - und morgen gehts weiter!
Dienstag, 4. September 2012
Breisgau Triathlon Mitteldistanz 19.08.2012
Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich diesen Wettkampf überhaupt machen sollte, nachdem sich meine Saison-Planung nun doch grundlegend geändert hat :-) , und ich in den ersten Wochen nach Frankfurt doch ziemlich lustlos vor mich hintrainiert habe....aber da unser Urlaub schon nach diesem Termin geplant war, wollte ich doch nicht kneifen und bin also am 18.08. mit gepackten Taschen ins heiße Malterdingen abgefahren, ein schnuckliges Nest nördlich von Freiburg. Die Wettervorhersage versprach den heißesten Tag des Jahres - also eine prima Einstimmung auf Hawaii...zunächst habe ich am Samstag noch den Müllersee inspiziert und bin auch darin geschwommen, es war sofort klar, dass dies mein erster neofreier Wettkampf werden würde: klares aber ordentlich warmes Wasser, bestimmt über 23°!
Und so kam es auch: am nächsten Morgen stürzte ich mich mit 30 Frauen und 270 Männern morgens um 10Uhr in die Fluten - und das sollte mit Abstand die frischeste halbe Stunde des Tages werden! Ein sehr netter und übersichtlicher Wettkampf, sehr entspannt, das war ich dann allerdings nicht mehr, als ich nach einem doch recht anstrengenden Schwimmen aus dem Wasser kam: ein Blick auf die Uhr bestätigte mir eine Schwimmzeit von 38min auf 2km....mann, war ich genervt, war ich wirklich so langsam, nur weil ich ohne Neo geschwommen war? Hinterher stellte sich heraus, dass es doch ganz okay war als Zeit, die Strecke nicht korrekt vermessen, aber in dem Moment...mit viel Grummeln und Hadern machte ich mich auf die Radstrecke, die ersten 7km flach nach Malterdingen.
Ich hatte mir extra mein Rennrad wieder zusammengebaut, um mit einer Kompaktkurbel den Höhenmetern begegnen zu können...war aber überhaupt nicht zufrieden damit: Es ging zwar prima die steilen Berge hoch (3 Runden mit jeweils 350HM, davon 200HM auf 5km), aber runter ist mit dem Ding einfach kein Druck zu machen, und auch auf den flachen Teilstücken fehlte mir entschieden mein Cervelo P3, um ein bisschen zu fliegen.....ab der zweiten Runde der landschaftlich sehr schönen Runde gings zwar etwas besser, aber dann kam die Hitze....und wie! Ich habe begonnen, mir regelmäßig den Nacken und die Schultern mit Wasser zu begießen, um wenigstens für ein paar Minuten Frische zu spüren....war eine gute Übung, in voller Fahrt, ständig Wasserflaschen an den Verpflegungsstationen auszutauschen....erst eine in den Mund, dann eine neue aufnehmen, am Ende die leere wegwerfen....
Zwei Damen habe ich noch eingesammelt, keine hat mich überholt, ist ein doofes Gefühl, wenn man nicht weiß, wo man ist. Aufgrund der Schwimmzeit nahm ich aber an, dass der Großteil uneinholbar vor mir war....
Mit einer mittelmäßigen Zeit von 2:41:48 kam ich dann in die Wechselzone auf dem heißen Marktplatz von Malterdingen und dann auf die Laufstrecke.....also, ich würde sagen, der Heidelberger Halbmarathon ist ein Kinderspiel dagegen, naja, gefühlt jedenfalls. Die ersten drei km geht es "flach" oder was man als Freiburger unter "flach" versteht, in die Weinberge, die Luft stand vor Hitze, die Füße wollten sich nicht so recht vom Boden abheben. Dann kam die zweite Runde von 7km, und da gehts den Berg hoch wie bei einem echten Berglauf, wow, eine Wand zum Erklimmen, zum Glück im Schatten, aber laufen konnte man das nicht wirklich mehr nennen, eher zaghaftes den Berg-Hochtrippeln...die ersten begannen mit dem Gehen...oben in den Weinbergen dann eine fiese Schotterpiste und weiter gehts fröhlich rauf und runter und zurück in den Ort....achja, und dann das Ganze natürlich wieder von vorne, 2 mal insgesamt...mittlerweile war man in eine Art Delirium verfallen, man stierte auf den Boden, wartete lediglich auf die Wasserstellen alle 2,5km (bei solchen Temperaturen eigentlich fast ein bisschen zu wenig), und lernte schnell, die maximale Menge Wasser abzugreifen, ohne stehenzubleiben...vier Becher, zwei komplett austrinken, zwei über den Kopf und dann noch zwei neue Schwämme...inzwischen quatschten meine Schuhe bei jedem Schritt und wäre da nicht ein freundlicher Zuschauer gewesen, der mir zugerufen hatte, dass ich auf Platz 4 Gesamt wäre, wäre ich wohl schon ein bisschen verzweifelt. So hatte ich etwas, worüber ich nachdenken konnte, und da ich wußte, dass Platz 3 uneinholbar vor mir war, (ich hatte das Führungsrad mit ihr unterwegs gesehen) aber keinen Abstand nach hinten wußte, gab ich alles....mit 1:51:55 war ich dann auch richtig glücklich....
Und es hat sich gelohnt!! Ich bin zwar Gesamt 5. geworden, aber die 6. war nur noch 50sec hinter mir....ha! Glück gehabt!! :-) Strahlender Zieleinlauf und mein erstes Preisgeld von 50Euro, nette Belohnung für einen langen und harten Arbeitstag. Zum 2.Platz in der AK hats auch gelangt, dafür gabs einen Karbon-Flaschenhalter und für den 2.Platz AK der BaWÜ Meisterschaften noch eine Medaille und ein Handtuch obendrein....
Meine Zeiten:
Swim: 38:16
Bike: 2:41:48
Run: 1:51:55
Gesamt: 5:14:00
Ich kann diesen Wettkampf trotz der Hitze wegen seiner familiären Atmosphäre jedem nur ans Herz legen, hat trotz der Hitze echt viel Spaß gemacht! HAWAII kann kommen!
Und so kam es auch: am nächsten Morgen stürzte ich mich mit 30 Frauen und 270 Männern morgens um 10Uhr in die Fluten - und das sollte mit Abstand die frischeste halbe Stunde des Tages werden! Ein sehr netter und übersichtlicher Wettkampf, sehr entspannt, das war ich dann allerdings nicht mehr, als ich nach einem doch recht anstrengenden Schwimmen aus dem Wasser kam: ein Blick auf die Uhr bestätigte mir eine Schwimmzeit von 38min auf 2km....mann, war ich genervt, war ich wirklich so langsam, nur weil ich ohne Neo geschwommen war? Hinterher stellte sich heraus, dass es doch ganz okay war als Zeit, die Strecke nicht korrekt vermessen, aber in dem Moment...mit viel Grummeln und Hadern machte ich mich auf die Radstrecke, die ersten 7km flach nach Malterdingen.
Ich hatte mir extra mein Rennrad wieder zusammengebaut, um mit einer Kompaktkurbel den Höhenmetern begegnen zu können...war aber überhaupt nicht zufrieden damit: Es ging zwar prima die steilen Berge hoch (3 Runden mit jeweils 350HM, davon 200HM auf 5km), aber runter ist mit dem Ding einfach kein Druck zu machen, und auch auf den flachen Teilstücken fehlte mir entschieden mein Cervelo P3, um ein bisschen zu fliegen.....ab der zweiten Runde der landschaftlich sehr schönen Runde gings zwar etwas besser, aber dann kam die Hitze....und wie! Ich habe begonnen, mir regelmäßig den Nacken und die Schultern mit Wasser zu begießen, um wenigstens für ein paar Minuten Frische zu spüren....war eine gute Übung, in voller Fahrt, ständig Wasserflaschen an den Verpflegungsstationen auszutauschen....erst eine in den Mund, dann eine neue aufnehmen, am Ende die leere wegwerfen....
Zwei Damen habe ich noch eingesammelt, keine hat mich überholt, ist ein doofes Gefühl, wenn man nicht weiß, wo man ist. Aufgrund der Schwimmzeit nahm ich aber an, dass der Großteil uneinholbar vor mir war....
Mit einer mittelmäßigen Zeit von 2:41:48 kam ich dann in die Wechselzone auf dem heißen Marktplatz von Malterdingen und dann auf die Laufstrecke.....also, ich würde sagen, der Heidelberger Halbmarathon ist ein Kinderspiel dagegen, naja, gefühlt jedenfalls. Die ersten drei km geht es "flach" oder was man als Freiburger unter "flach" versteht, in die Weinberge, die Luft stand vor Hitze, die Füße wollten sich nicht so recht vom Boden abheben. Dann kam die zweite Runde von 7km, und da gehts den Berg hoch wie bei einem echten Berglauf, wow, eine Wand zum Erklimmen, zum Glück im Schatten, aber laufen konnte man das nicht wirklich mehr nennen, eher zaghaftes den Berg-Hochtrippeln...die ersten begannen mit dem Gehen...oben in den Weinbergen dann eine fiese Schotterpiste und weiter gehts fröhlich rauf und runter und zurück in den Ort....achja, und dann das Ganze natürlich wieder von vorne, 2 mal insgesamt...mittlerweile war man in eine Art Delirium verfallen, man stierte auf den Boden, wartete lediglich auf die Wasserstellen alle 2,5km (bei solchen Temperaturen eigentlich fast ein bisschen zu wenig), und lernte schnell, die maximale Menge Wasser abzugreifen, ohne stehenzubleiben...vier Becher, zwei komplett austrinken, zwei über den Kopf und dann noch zwei neue Schwämme...inzwischen quatschten meine Schuhe bei jedem Schritt und wäre da nicht ein freundlicher Zuschauer gewesen, der mir zugerufen hatte, dass ich auf Platz 4 Gesamt wäre, wäre ich wohl schon ein bisschen verzweifelt. So hatte ich etwas, worüber ich nachdenken konnte, und da ich wußte, dass Platz 3 uneinholbar vor mir war, (ich hatte das Führungsrad mit ihr unterwegs gesehen) aber keinen Abstand nach hinten wußte, gab ich alles....mit 1:51:55 war ich dann auch richtig glücklich....
Und es hat sich gelohnt!! Ich bin zwar Gesamt 5. geworden, aber die 6. war nur noch 50sec hinter mir....ha! Glück gehabt!! :-) Strahlender Zieleinlauf und mein erstes Preisgeld von 50Euro, nette Belohnung für einen langen und harten Arbeitstag. Zum 2.Platz in der AK hats auch gelangt, dafür gabs einen Karbon-Flaschenhalter und für den 2.Platz AK der BaWÜ Meisterschaften noch eine Medaille und ein Handtuch obendrein....
Meine Zeiten:
Swim: 38:16
Bike: 2:41:48
Run: 1:51:55
Gesamt: 5:14:00
Ich kann diesen Wettkampf trotz der Hitze wegen seiner familiären Atmosphäre jedem nur ans Herz legen, hat trotz der Hitze echt viel Spaß gemacht! HAWAII kann kommen!
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